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FILSTAL-SKATING / Entspannter Lauf auf Inline-Skates von Gosbach über Geislingen nach Gingen
Beim Ü-Lauf kommen alle auf ihre Kosten
 Leider ist er schon wieder vorbei: Der Filstal-Skating-Ü-Lauf, wie das Großereignis im Raum Geislingen seit diesem Jahr heißt, hat am Samstag tausende von Sportbegeisterten angelockt. Alle kamen auf ihre Kosten - die Skater, die Zuschauer und Anfeuerer am Straßenrand und die vielen Helfer im Hintergrund.
BETTINA SOMMER
RAUM GEISLINGEN
Da sage noch einer, es sei schwer, die Leute zum Sport treiben zu animieren! Der Verein Filstal-Skating unter seinem Vorsitzenden Rainer Bosch hat am Samstag zum sechsten Mal gezeigt, wie das gehen kann. Der Ü-Lauf - dieses Anhängsel hat das Filstal-Skating in diesem Jahr dank einem neuen Sponsor bekommen - zieht Skater aus der gesamten Region und darüber hinaus an. Die Veranstaltung ist perfekt organisiert: Es gibt einen Schirmherrn - den Bundestagsabgeordneten Klaus Rieger, es gibt kleine nützliche Geschenke - dieses Jahr ein Sicherheitsblinklicht vom Albline-Promo-Team, es gibt eine fetzige Aufwärmgymnastik durch Mitarbeiterinnen der WMF BKK.
Wenn die Kolonne in Gosbach startet, ist sie abgesichert von Polizei und Ordnern auf Motorrädern und auf Inline-Skates, sie wird begleitet von Sanitätern und einem "Besenwagen" der Feuerwehr, der müde Skater "aufsammelt" und ein Stück chauffiert. Auch nicht zu verachten: die zwei Stationen mit kostenlosem Getränkeausschank - in Reichenbach im Täle hat die WMF BKK diesen Service eingerichtet, in Bad Überkingen - erstmals in diesem Jahr - die Mineralbrunnen AG.
Neue Strecke, neue Getränke
Wegen des neuen Sponsors in Bad Überkingen blieb den Skatern in diesem Jahr eine Bergetappe erspart. Zwar mussten sie nach wie vor die Anhöhe zwischen Hausen und Bad Überkingen bezwingen - und die sich anschließende "Abfahrt" - dann aber gings durch den Kurort aufs Gelände der Mineralbrunnen AG.
Dieses erwies sich als prima Platz für ein Päuschen: Die Skater hatten mehr Bewegungsfreiheit als beim Stopp in Reichenbach, die Polizei konnte in aller Ruhe den aufgestauten Verkehr auf der B 466 auflösen und dem neuen Sponsor bot sich eine super Gelegenheit, sein "Ümotion"-Mineralwasser und drei neue Geschmacksrichtungen davon, die noch gar nicht auf dem Markt sind, zu präsentieren.
Ein Hoch auf die Zaungäste
Nach wie vor ist das Filstal-Skating auch ein Ereignis für die Zaungäste, die sich entlang der Strecke postieren, um Bekannten zuzuwinken oder die Skater ganz allgemein anzufeuern. Jedes Jahr aufs Neue ist es beeindruckend, vom Straßenrand aus die über Kilometer auseinandergezogene Kolonne zu beobachten. Die Skater wiederum lassen sich gern durch Rufe und Klatschen anspornen. Die letzten Meter bis zum Parkplatz der Hohensteinhalle in Gingen wurden sie förmlich getragen. Dort stand ein munteres Häufchen und zollte ihnen mit "Bravo"-Rufen Beifall.
Zum Rahmenprogramm des Filstal-Skating gehört eine Prämierung. Einen Pokal erhielten diesmal zwei Männer, die sowohl das Kriterium "ältester Teilnehmer" als auch "weiteste Anfahrt" erfüllten: ein 70-Jähriger, der aus der Slowakei angereist war (nicht nur zum Skaten, sondern auch, um seine Schwester zu besuchen) und ein 50-Jähriger aus Böblingen. Im fantasievollen Spinnen-Kostüm war die sechsjährige Julia aus Reichenbach gelaufen und bekam dafür auch einen Pokal.
Artikel vom 06.06.2005 aus SÜDWEST AKTIV
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