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23 Kilometer auf kleinen Rollen Siebter Filstal-Skating-Ü-Lauf am Samstag als Ereignis für die ganze Familie Bad Ditzenbach - Viele Teilnehmer haben sich am Samstag trotz regnerischen Wetters von Bad Ditzenbach-Gosbach auf die 23 Kilometer lange Strecke durchs Filstal nach Gingen aufgemacht. Die 23 Kilometer lange Strecke bewältigten die meisten Teilnehmer in rund 1,5 Stunden.
VON GÖTZ SCHULTHEISS
"Kurz vor dem Start in Gosbach haben wir eine Regendusche bekommen, und ich bin sehr froh, dass trotzdem so viele Skater gekommen sind", freut sich Organisator Rainer Bosch. Skater, so der Konstrukteur für Sondermaschinen und ehemalige Marathonläufer, meiden den Regen: "Er ist sehr schlecht, weil die Kugellager einen sehr geringen Chromanteil haben. Wenn sie jetzt nach dem Rennen nicht gereinigt werden, rosten sie spätestens innerhalb von 14 Tagen." Sie zu ersetzen, so der Experte, könne sehr teuer werden. Immerhin, positiv am Regenwetter der letzten Tage sei die natürliche Straßenreinigung gewesen.
Allerdings hätten die Regentropfen den Straßenbelag rutschig gemacht: "Erfreulicherweise sind damit alle gut fertig geworden, es hat keinen Unfall gegeben." Bei gutem Wetter, so der Organisator und Vorstand von Filstal-Skating, habe das "größte Skating-Event im Land" bis zu 5000 Teilnehmer umfasst: "Auf diese Zahlen wollen wir wieder kommen." Den Termin in den Pfingstferien hat sich Rainer Bosch nicht ausgesucht. Er musste die Planung wie immer mit dem Landratsamt abstimmen, und normalerweise wäre man eine Woche früher dran gewesen, wenn es Petrus nicht aus vollen Kübeln hätte schütten lassen wollen.
 Er habe keinerlei Ehrgeiz, den Lauf zu einem Rennen auszubauen: "Mir liegt sehr viel daran, dass dies ein Sportereignis für die ganze Familie bleibt. Es kommt nicht darauf an, wer zuerst ankommt." Je nach Kondition könne jeder teilnehmen, nach einigen Kilometern aussteigen, einige Kilometer mit dem Auto fahren und dann wieder einsteigen. Der Lauf ähnele deshalb ein wenig der Fahrt in der S-Bahn. Durch Sponsoren sei der Start für alle kostenlos, auch die Getränke würden für die Läufer gestellt.
 Im kommenden Jahr wieder dabei sein wird die 15-jährige Schülerin Kathrin Sorg aus Gosbach. Sie nimmt schon zum zweiten Mal am Lauf teil. Auf die Schwierigkeit der Strecke befragt, antwortet sie: "Es geht." Dieselbe Frage beantwortet die achtjährige Rebecca Kommer mit "Autsch!". Ihr Vater hat sie mitgenommen, und sie weiß noch nicht, ob sie wieder mitmachen wird. Mit 55 Jahren ist die Altdorferin Rosi Berner die älteste Teilnehmerin: "Es hat mir gut gefallen, die Strecke ist einfach für mich, ich bin oft auf ähnlichen Läufen unterwegs." Für ihre Teilnahme als Seniorin wurde sie mit einem Pokal ausgezeichnet. Der fünfjährige Stefan Heinrich aus Reichenau erhält einen Pokal für seine Kostümierung als Cowboy. Hinter ihm landet seine siebenjährige Schwester Julia als Marienkäferchen auf Rang zwei. "Meine Schwester ist schon das dritte Mal dabei, jetzt wollte ich auch endlich mal mitfahren. Die Strecke ist wirklich nicht schwer", sagt Stefan stolz. Aktualisiert: 29.05.2006, 06:15 Uhr
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