Presseübersicht

17.05.2010

Aufwärmen – und los geht’s

Über 2000 Skater freuen sich über den regenfreien Tag beim Filstal-Skating

Als Erfolg kann die elfte Auflage des Sparkassen-Filstal-Skatings verbucht werden. Trotz tief hängender Wolken riskierten gestern Nachmittag über 2000 Skater die Anfahrt zum Startort nach Gosbach. CLAUDIA BURST

Gosbach. „Die Teilnehmer sind richtig happy“ – noch ganz außer Atem, aber hörbar glücklich zog Rainer Bosch nach 23 Kilometern Skaten von Gosbach nach Gingen dieses Fazit. Vor allem waren der Vorsitzende des organisierenden Filstal-Skating- Vereins und die nach Schätzungen der Ordner knapp über 2000 Teilnehmer darüber froh, dass es den ganzen Tag über trocken geblieben war. Immer wieder hatte der eine oder andere Sportler die tief hängenden, dunklen Wolken skeptisch betrachtet. Doch auch wenn sich die Sonne kaum durchsetzen konnte, so fiel doch zumindest kein Regen.Einer der Skater, Thomas, stellte bei der Getränke-Pause im Hof der Mineralbrunnen AG in Bad Überkingen fest, dass das Wetter „zum Inliner-Fahren viel besser ist, als wenn die Sonne so heiß runterbruzzelt“. Der Gingener ist zum dritten Mal mit dabei und ihm gefällt die Stimmung und die herrliche Strecke. Er hofft, in Zukunft auch seine Teenager zu dem Event überreden zu können, weil doch überraschend viele Jugendliche hier mit unterwegs sind. Die Altersspanne ist überhaupt verblüffend breit. Der gerade neun Jahre alt gewordene Melvin fiebert seitWochen auf das Skaten hin und hat jetzt seine ganze Familie dazu überredet, daran teilzunehmen.

Der älteste Teilnehmer, der in Gingen prämiert wurde, hat bereits seinen 73. Geburtstag hinter sich. Er heißt Rudolf Wölfle, kommt aus Göppingen und ist zum dritten Mal dabei.

Das Filstal-Skating, das sich in den letzten Jahren zu einer Großveranstaltung

über die Grenzen des Landkreises hinaus entwickelt hat, zeigt nach wie vor den persönlichen Flair eines lokalen Events. Die Kolping- Familie spielt schon seit der Erstausgabe im Jahr 2000 eine wichtige Rolle bei der Bewirtung im Startort Gosbach. Aus dem dortigen Rahmenprogramm ist das Entenrennen in der Gos nicht mehr wegzudenken.

108 kleine, gelbe Quietsche- Entchen kämpften in diesem Jahr um den Sieg. Die 350 Meter in fast „getuntem Tempo“ (Moderator Ralf Buck) schaffte im Endeffekt am schnellsten das Gummitier von

Reinhold Großmann. Für sämtliche Teilnehmer ist das Mit-Skaten gratis. Auch die Getränke in der Pause werden gesponsert. Wichtig ist den Veranstaltern sowohl der Spaß an der Bewegung als auch der Gesundheitsaspekt.

Nur Sportler mit der richtigen Sicherheitsausstattung wie Helm und Polster dürfen mitfahren. Natürlich leuchten an allen Armen inzwischen

die Reflektorarmbänder, die das Albwerk verteilt hat. Außerdem machen sich alle warm, bevor es los geht. Und zwar professionell: Auf einem Biertisch, für alle sichtbar, steht eine Vorturnerin der WMF-Betriebskrankenkasse. Sie turnt vor, was die – inzwischen ungeduldigen – Skater brav

nachmachen. Dann geht es endlich los: Mit einer dreifachen La-Ola-Welle und dem Schwenken der mitgebrachten Pulk in Stimmung und düst dann gemeinsam los. Schon kurz hinter Gosbach zieht sich die Schlange auseinander.

Es gibt bald Lücken – ganz hinten tuckert der „Besenwagen“ der Ditzenbacher Feuerwehr. Der wird rege genutzt – vor allem von den Kleinen. Die schöpfen darin frische Kraft, steigen wenige Kilometer

später wieder aus und fahren auf ihren eigenen Rollen wieder weiter. So kommen Alt und Jung gut gelaunt nach über zwei Stunden in Gingen an. Nur eine einzige Bagatellverletzung an einer Hand

musste verarztet werden. „Towny“ aus Westerheim wird für das schönste Kostüm (ein Nasenbär) ausgezeichnet, Jenny Hauser aus Emmendingen für die längste Anfahrt. 250 Kilometer Autofahrt hatte sie in Kauf genommen, umbei diesem Ereignis dabei zu sein. Aufwärmen – und los geht’s über 2000 Skater freuen sich über den regenfreien Tag beim Filstal-Skating Der „Besenwagen“ wurde von Kindern rege genutzt.