Presseübersicht

2.06.08 GZ

Farbenfroh und heiter

Mehr als 3400 Skater flitzten gestern von Gosbach nach Gingen

Das ließen sich gestern 3400 Skater aus nah und fern nicht entgehen: Sie kamen zum neunten Filstal-Skating, um zum Teil auf gesperrten Bundesstraßenabschnitten von Gosbach bis nach Gingen zu flitzen.

COCO WAGENER

Raum Geislingen  Aus dem ganzen Land kamen die Skater gestern zum mittlerweile überregional bekannten Filstal-Skating. Über 23 Straßenkilometer wurden extra für dieses Event von der Polizei gesperrt. Die Veranstaltung, die nun zum neunten Mal stattfand, stand unter der Schirmherrschaft des Bundestagsabgeordneten Klaus Riegert. Mehr als 3400 Leute ließen sich vom guten Wetter und den optimalen Skatingbedingungen auch dieses Jahr wieder ins Filstal locken.
 
Um 15 Uhr starteten die Sportler in Gosbach und skateten über Reichenbach und Bad Überkingen, wo es jeweils eine kleine Pause gab mit Getränken, die von der Mineralbrunnen AG gesponsert waren. Über Geislingen führte die Route bis nach Gingen zur Hohensteinhalle. Zwei Stunden waren für diese Strecke angesetzt und als um Punkt 17 Uhr die ersten Skater eintrudelten, waren die Jubel- und Willkomensrufe bis weit nach Gingen hinein zu hören.
Die Teilnehmer zogen eine durchweg positive Bilanz: Die Qualität der Straßenbeläge, die gute Stimmung und nicht zuletzt die tolle Organisation, das macht die meisten zu begeisterten Filstal-Skatingfans, die jedes Jahr wieder kommen. Auch Organisator Rainer Bosch sieht das so. Er gerät förmlich ins Schwärmen, wenn er von der euphorischen Stimmung und den strahlenden Menschen auf der Strecke berichtet.
 
Der reibungslose Ablauf sei, so Bosch, nur möglich, weil der Filstal-Skating-Ü-Lauf so viele langjährige Partner habe, die mit Sachspenden unterstützten oder Personal zur Verfügung stellten. So sicherten zum Beispiel die Malteser aus Bad Ditzenbach mit Unterstützung ihrer Kollegen aus Schurwald und Uhingen die Skater medizinisch und versorgten Verletzte. Einsatzleiter Heinz Fuchs zieht eine positive Bilanz, auch wenn es zwei Einweisungen ins Krankenhaus gegeben habe. Ein Skater sei auf das Gesicht gefallen und habe sich Schürfwunden zugezogen; ein anderer sei ohne Helm unterwegs gewesen und habe bei einem Sturz auf den Hinterkopf sogar das Bewusstsein verloren. Es besteht keine Helmpflicht beim Lauf, dennoch weisen Fuchs und Bosch noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass solche Stürze viel glimpflicher ausgingen, wenn der Betroffene einen Helm trage. "Sonst haben wir aber nichts zu tun gehabt, einige Schürfwunden an den Knien oder einige Blasen mussten verarztet werden - da war dann meistens der Schreck größer als die Verletzung", erläutert der Einsatzleiter.
 
15 Sanitäter, zahlreiche Feuerwehrleute, über 50 Ordner und zahlreiche Polizisten sicherten die Strecke gestern Mittag ab und sorgten dafür, dass sich kein Auto auf die gesperrten Straßen verirrte und kein Skater eine falsche Abzweigung nahm.
 
Fantasievolle Verkleidungen, bunte Kopfbedeckungen und viele Deutschlandfahnen, die schon für die Europameisterschaft ausgepackt worden waren, machten das Filstal-Skating erneut zu einem farbenfrohen und heiteren Ereignis. Das gute Wetter tat ein Übriges und lockte zahlreiche Schaulustige an den Straßenrand, die sich den bunten Wurm, der da durchs Filstal zog, etwas näher ansehen wollten.

Erscheinungsdatum: Montag 02.06.2008