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GZ und NWZ Jung und Frech 2.04.08 Skater in den Startlöchern Rainer Bosch und der 19-Jährige Tim freuen sich auf die neue Saison
Bladen, Inlineskaten, nur Skaten, im Grunde steckt hinter diesen Begriffen dasselbe. In der Regel steht man insgesamt auf acht Rollen und bewegt sich sicher oder minder sicher über den Asphalt. Hierzu befragten wir Rainer Bosch, der jedes Jahr das Filstal-skating ins Leben ruft und den erfolgreichen Inlineskater Tim, die uns beide mit großer Vorfreude auf die kommende Saison Rede und Antwort standen.
Die meisten skaten in ihrer Freizeit, andere haben das Skaten auf Halfpipes zu ihrem Beruf gemacht. Sobald es wärmer wird, sieht man sie überall. Eine Invasion auf deutschen Landstraßen und Feldwegen. Aber man kann es den Inlineskatern auch nicht übel nehmen. Es ist ein umweltfreundliches Fortbewegungsmittel, das auch noch unglaublich viel Spaß bringt. Zwischen den „Amateuren“ gibt es allerdings wieder verschiedene Untergruppen: die „Langstreckenläufer“ und die „auf -dem-Hof-im-Kreis-Fahrer. In unserer Umgebung ist es für Anfänger ziemlich schwierig gute Plätze zum Üben zu finden. Wie viele sicher an eigenem Leibe erfahren mussten, ist eine hügelige, gar bergige Landschaft nicht zu empfehlen. Wenn man jedoch das erste Stadium überwunden hat, bietet das Gebiet rund um das Filstal ein umfangreiches Spektrum an Möglichkeiten der Selbstentfaltung, sprich: Es gibt viele wunderschöne Plätze, die gut zu befahren sind und somit steht einem Sommerausflug im Sonnenschein nichts mehr im Wege.
Eine Ermutigung zum Inlineskaten ist auch das legendäre „Filstal-skating“, das jedes Jahr stattfindet und bis zu 3000 enthusiastische Menschen auf die Straße ruft. Ein Ereignis, das sich über 23km erstreckt und Medien und Presse anlockt. Gestartet wird in Gosbach und auf den Straßen, die nur für das Filstal-skating gesperrt werden, erstreckt sich der Weg bis nach Gingen a. d. Fils. Viele schrecken die 23km ab. Aber durch zwei Stopps mit kostenlosem Trinkangebot, wird der Lauf zu einem Spaß mit unmerklichem Anstrengungsaufwand. Es ist wirklich leichter, als man anfangs denkt. Zudem lohnt es sich allein schon wegen der pinkfarbenen Fingerklingeln, die am Anfang an alle Teilnehmer verteilt werden, mitzumachen. Mit einem lauten Klingelkonzert beginnt die Strecke dann für Groß und Klein und die meisten kommen jedes Jahr wieder. Wie wir in einem Gespräch mit ihm erfahren konnten, besteht das Filstal-skating schon seit 2000 und seither beansprucht es jedes Mal ein volles Jahr Planung, da Hallen belegt, Mitwirkende informiert und Termine von anderen Organisationen berücksichtigt werden müssen. Mit der Zeit jedoch, sind alle ein eingespieltes Team und es hat sich ein konstanter Rhythmus entwickelt. Das Motto des Vereins, laut Rainer Bosch, ist es, den Leuten Veranstaltungen bieten zu können, die Spaß bringen und kostenlos sind. Aufgrund dessen, kooperiert er mit Sponsoren, die das Filstal-skating finanzieren. Deshalb ist die Teilnahme am Skating und an den Wettbewerben gebührenfrei. Selbstverständlich lässt es sich Rainer Bosch nicht nehmen selbst in der großen Masse mitzufahren und das Spektakel zu genießen. Auch Tim(19) ist jedes Jahr mit am Start und mit den Jahren die er älter wurde, wurde ihm deutlich, dass der Spaß bei diesem Ereignis nicht proportional zum Alter abnimmt. Ob auf der Halfpipe oder dem alltäglichen Asphalt- Skaten bringt Spaß egal für welche Variante man sich entscheidet.
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