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Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 21.05.2007 Auf acht Rollen durchs Filstal
Rund 1700 Teilnehmer Mit einem Klingelkonzert sind am Samstagnachmittag rund 1000 Inlineskater im Bad Ditzenbacher Ortsteil Gosbach (Kreis Göppingen) gestartet. Sie hatten sich auf eine 23 Kilometer lange und landschaftlich reizvolle Strecke durch das obere Filstal begeben. Und rund 700 weitere Teilnehmer auf acht Rollen schlossen sich unterwegs dem Korso nach Gingen an.
 VON HENDRIK KRUSCH
Die Inliner fallen immer ein wie ein Schwarm", meinte Rainer Bosch, der den Filstal-Skating-Lauf zum achten Mal veranstaltet und den Zulauf beobachtete. Bei der Premiere im Jahr 2000 warenes noch 200 Teilnehmer gewesen und je nach Wetterlage auch schon über 3000. Dieses Jahr machte zwar das Wetter mit, dafür aber der VfB Stuttgart mit seinem Meisterschaftsendspiel der kollektiven Rolllust und einer Rekordbeteiligung einen kleinen Strich durch die Rechnung.Horst Lube war dennoch mit einem Kopfhörer per Radio live im Stadion dabei. "Ich bin schon dreimal mitgefahren", berichtet der Mühlhausener. Weil er seinen Töchtern nicht den Spaß verderben wollte, fuhr er mit einer VfB-Flagge im Pulk mit. Die aktuellen Spielstände wurden immer wieder von den Polizisten, die den Tross begleiteten, durchgegeben. "Als das 2:1 fiel, stieg die Stimmung sofort", stellte Bosch fest."Mich interessiert Fußball nicht", meinte Jens Krämer, der mit seiner Frau und den beiden Töchtern aus Süßen (Kreis Göppingen) gekommen war. Er war wie die meisten Skater vorbildlich mit Schutzkleidung und Helm ausgestattet, und zum Start bekam jeder Teilnehmer von einem Sponsor eine Fingerklingel, von der rege Gebrauch gemacht wurde. "Praktisch" seien sie, aber bishe r hätte sie immer laut mit der Zunge geschnalzt, um Fußgänger zu warnen, meint Tochter Tamara und macht es gleich lautstark vor."Inlineskaten ist nicht so anstrengend wie Joggen", nannte Hans-Dieter Horn aus Stuttgart als Grund für seine Teilnahme. Er stamme aus der Gegend, und die Strecke sei landschaftlich kaum zu überbieten, freute er sich auf die Abfahrt."Wir fahren hier nicht auf Zeit, sondern aus Spaß", sagt Veranstalter Bosch. Denn Hauptziel sei, unfallfrei in Gingen anzukommen. Aus diesem Grund wurden vor dem Start Lockerungsübungen angeboten. Zudem konnten die Inliner unterwegs zweimal Station zum "Auftanken" machen. So blieben die meisten Skater von Blessuren verschont und die knapp 20 Sanitäter, die auf Fahrrädern und mit einem Einsatzfahrzeug den Pulk begleiteten, blieben fast ohne Arbeit. Aktualisiert: 21.05.2007, 06:15 Uhr |