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Artikel vom Montag 21.05.2007 aus SÜDWEST AKTIV
>>> Geislinger Zeitung / <<<
FILSTAL-SKATING / Inline-Sportler auf der Bundesstraße 466 unterwegs
Mit einem Ohr immer in Stuttgart
Organisatoren und Läufer rundum zufrieden - Jubel bei VfB-Meisterschaft
Zwei Stunden lang hat die B 466 am Samstag den Inline-Skatern gehört: Beim 8. Filstal-Skating-Ü-Lauf sind 1700 Sportler unbeschwert über die gesperrte Bundesstraße von Gosbach nach Gingen gerollt. Alle waren rundum zufrieden - und bejubelten gemeinsam den Meistertitel des VfB Stuttgart.
HEIKE ALLMENDINGER
GOSBACH
Mit Helm, Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkschonern und - wie es sich für einen schwäbischen Fußball-Fan an einem solchen Tag gehört - einer großen VfB-Fahne vorbildlich ausgerüstet, ist Horst Lube aus Mühlhausen startklar. Bereits zum dritten Mal ist der 39-Jährige mit von der Partie, wenn einmal im Jahr die mächtige Kolonne von Inline-Skatern beim Filstal-Skating-Ü-Lauf 23 Kilometer auf schlaglochfreien Straßen talabwärts rollt. In weiser Voraussicht hat der Fußball-Fan ein kleines Radio in seinen Taschen verstaut und kann das Spiel während der Fahrt über Kopfhörer verfolgen.
Auch das selbst ernannte "Dreamteam" mit Helga Eisele und Simone Bitter ist bereit. Die beiden Sportskanonen flitzen mindestens dreimal wöchentlich gemeinsam auf den kleinen Rollen durch die Gegend - und sind natürlich auch beim Filstal-Skating in Gosbach mit am Start. "Die Strecke ist nicht sehr anstrengend, aber Kondition braucht man schon", weiß Simone Bitter aus Donzdorf.
Es wuselt auf dem Parkplatz
Auf dem Parkplatz von "M&H-Sport" in Gosbach wuselt es geradezu von Inline-Skatern, die sich beim Inline-Parallelslalom oder beim Geschwindigkeitsrennen warm fahren. Die Hip-Hop-Gruppe "B&G" vom TSV Oberes Filstal präsentiert eine fetzige Tanzeinlage. Und die Mitarbeiterinnen der WMF Betriebskrankenkasse zeigen nützliche Aufwärm-Übungen. "Tor für Cottbus!", ruft Lube plötzlich mit ernüchterter Miene.
Jetzt gehts an die Startlinie: 1700 Fahrer, abgesichert durch Polizei und Inline-Ordner, setzen sich unter lautem Klingelkonzert in Bewegung. Mit dabei ist auch der Sanitätszug des Malteser Hilfsdienstes Bad Ditzenbach und der "Besenwagen" der Feuerwehr, der müde Skater aufsammelt und sie ein Stück des Weges chauffiert.
Frohe Botschaft verkündet
Bis zum Endziel in Gingen an der Hohensteinhalle warten zwei Zwischenstationen mit kostenlosem Getränkeausschank auf die Sportler: In Reichenbach im Täle bietet die WMF BKK diesen Service an und in Bad Überkingen die Mineralbrunnen AG. Getreu dem Leitspruch "Schnell, laut, wild" können sich die Skater dort mit den Erfrischungsgetränken der Marke Ü stärken, während die Polizei den Verkehr passieren lässt, der sich auf der B 466 aufgestaut hat. Auf dem Firmengelände der Mineralbrunnen AG verkündet die Polizei dann über Lautsprecher die frohe Botschaft: "Der VfB ist Deutscher Meister!" Die Menge jubelt. Rufe und Applaus sind auch entlang der Strecke zu hören: Viele Zaungäste haben sich am Straßenrand postiert, um die Skater anzuspornen und den beeindruckenden, über Kilometer auseinandergezogenen Pulk zu beobachten.
 "Wichtig ist, dass alle gesund ankommen und dass jeder Freude an dem Tag hat. Dieses Ziel haben wir absolut erreicht", betont Organisator Rainer Bosch nach dem Lauf. "Wir hatten noch nie besseres Wetter. Trotzdem sind schon mehr Leute mitgefahren. Das lag natürlich an dem VfB-Spiel", sagt der Marathonläufer. Dennoch zeigt er sich rundum zufrieden. Und auch die Skater sind begeistert. "Der Lauf könnte ruhig zweimal im Jahr stattfinden", meint Melanie Schilkowski aus Faurndau.. |