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Freizeit / Zweites Filstal-Skating führt von Gosbach nach Kuchen
700 rollen über die Bundesstraße
Die B466 war am Samstagabend fest ¸¸unter den Rollen'' von rund 700 begeisterten Inline-Skatern. Diese nutzten die seltene Gunst der Stunde, eskortiert von der Polizei, gut 20 Kilometer auf einer Bundesstraße fahren zu dürfen. Ein ¸¸super Gefühl'', wie die Teilnehmer einhellig versicherten.
BERNWARD KEHLE
GOSBACH/KUCHEN.· Die ¸¸Friends of Skates'', eine Gruppe begeisterter Skater aus Gosbach, veranstaltete am Samstag zum zweiten Mal das Filstal-Skating, unterstützt von mehreren Vereinen. Obwohl bereits um 15 Uhr ein Rahmenprogramm hätte für Furore sorgen sollen, ließ der Ansturm zumindest dort auf sich warten. Schuld war sicher das Wetter: Es blieb zwar trocken, doch bei dem trüben Himmel wollte für die ¸¸Pasta-Party'' kaum Stimmung aufkommen. Auch beim Geschwindigkeitstorschießen, dem Parallelslalom und bei der Gesundheitsberatung der AOK tat sich am Nachmittag nicht allzuviel.
Das änderte sich schlagartig gegen 18 Uhr, als die Skater in Massen in Gosbach einfielen und sich zum zweiten Filstal-Skating formierten. Nach Schätzungen der Verkehrspolizei Göppingen, die mit mehreren Streifenwagen und einem Motorrad die Strecke von Gosbach bis Kuchen absicherte, nahmen über 700 Skater an dem Ereignis teil. Alle Altersgruppen waren vertreten, selbst die Kleinsten schwammen - von ihren Mamas im Dreirad-Buggy geschoben - im Strom der Skater mit. Doch auch City-Roller wurden gesichtet, und ein Teilnehmer fiel gar mit Skirollern auf.
Der Pulk der Skating-Begeisterten fuhr wohlgeordnet auf der rechten Fahrbahn der B 466, im Schnitt mit etwa 15 bis 20 Kilometern in der Stunde. Auf dem abschüssigen Teil bei Bad Überkingen waren die Skater fast 50 Kilometer schnell. Danach steuerte der rollende Tross das Geislinger Wölkbad an, vor dort ging's auf dem Radweg nach Kuchen, wo die Skater gegen 20 Uhr eintrafen.
Auf der 20 Kilometer langen Strecke herrschte stellenweise eine Stimmung wie bei der ¸¸Tour de France'': Von Schaulustigen am Straßenrand wurde der ¸¸Peleton auf kleinen Rädern'' angefeuert. Darüber hinaus zeigte sich mancher lustiger ¸¸Exot'' als Känguruh oder Wikinger verkleidet. Im Gewerbepark fand das Filstal-Skating seinen Abschluss bei Musik, einer Tombola und verschiedenen Prämierungen.
Die 13-jährige Anja Pendic aus Hausen, die schon letztes Jahr mitfuhr, fand das Skating wieder super. Der 38-jährige Peter Seidel aus Wiesensteig, der mit seinem Neffen Christoph Darcis (14) mitfuhr, war voll des Lobes. Die äußeren Bedingungen seien optimal gewesen und es habe richtig Spaß gemacht. Organisator Rainer Bosch und sein Team wollen mit dieser Veranstaltung Unfallprävention betreiben, Anstöße zur Gesetzgebung geben und das Inline-Skate als ¸¸sanftes" Verkehrsmittel propagieren. Nicht zuletzt wollen die Gosbacher für das attraktive Filstal und die Region werben.
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