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Filstal-Skating / Die Organisation war für Rainer Bosch eine freizeitfüllende Angelegenheit
¸¸Man wächst mit der Sache''
Der Spaß, den die Inline-Skater hatten, hat den Gosbacher für seine Arbei t entlohnt
In geselliger Runde dachten Rainer Bosch und sein Freund Matthias Schwarz zum ersten Mal darüber nach, wie im Oberen Filstal eine Veranstaltung für Inline-Skater aussehen könnte. Die Idee hat Rainer Bosch nicht mehr losgelassen. Er ist zum Geburtshelfer des ¸¸Filstal-Skating'' geworden.
BETTINA SOMMER
Gosbach· Zwei Monate lang arbeitete Rainer Bosch in seiner Freizeit daran, die Idee ¸¸Filstal-Skating'' ins Leben zu rufen. Als dann am 15. Juli vergangenen Jahres knapp 400 Skater begeistert auf der B466 von Gosbach nach Geislingen rollten, sah er sich für seine ehrenamtliche Arbeit belohnt. ¸¸Es war toll zu sehen, wie man den Leuten mit relativ wenig Aufwand so große Freude machen kann'', sagt er ein knappes Jahr nach der Veranstaltung. Zurzeit steckt er mitten in den Vorbereitungen für die zweite Auflage des Filstal-Skating am 9. Juni.
Das Schwierige an der Organisation vor einem Jahr sei gewesen, dass die Veranstaltung erst noch entworfen werden musste. Rainer Bosch und Matthias Schwarz hatten sich zunächst überlegt, den Fahrradweg dafür zu nutzen. Rainer Bosch erinnert sich: ¸¸Ich dachte, mit einer Fahrt auf dem Radweg lockt man niemanden an. Dort hätte es auch kein richtiges Gemeinschaftserlebnis gegeben, weil nicht viele Skater nebeneinander fahren können.'' Die Skater hätten damals zudem durch eine Baustelle in Deggingen Probleme gehabt. In einer durchwachten Nacht brütete Rainer Bosch über dem Einfall, die Veranstaltung auf der B466 zu planen.
¸¸Ich habe als erstes geschaut, wie hoch frequentiert die Straße ist'', berichtet der Gosbacher. Er kam zu dem Schluss, dass das Filstal-Skating weder zu einer Verkehrsbehinderung noch zu einer Verkehrsgefährdung werden würde. Daraufhin wandte er sich an die Behörden: Polizei und Landratsamt mussten sein Vorhaben genehmigen. Rainer Bosch war daran gelegen, mit dem Filstalskating bestimmte Themen zu verknüpfen: Unfallprävention und der Hinweis, dass die rechtlichen Grundlagen für Skater nicht durchdacht sind. Der Gosbacher gewann die AOK für die Veranstaltung, die auf dem Parkplatz von M&H Sport in Gosbach mit einem Stand präsent war. MdB Klaus Riegert sagte als Schirmherr zu.
¸¸Es waren 100 Punkte, die wichtig waren'', sagt Rainer Bosch heute zurückblickend. Es seien immer wieder Hindernisse dazugekommen, mit denen er nicht gerechnet habe; er musste einzelne Tage Urlaub nehmen, um rechtzeitig mit allem fertig zu werden. Aus der Fassung hat ihn das nicht gebracht: ¸¸Man wächst mit der Sache'', sagt er grinsend.
Matthias Schwarz berichtet: ¸¸Es war schnell klar, dass Rainer die zentrale Figur der Veranstaltung ist und auch bleiben soll.'' Es sei nicht darum gegangen, die ganze Arbeit auf einen abzuwälzen, sondern eine Person zu haben, bei der alles zusammenläuft. Rainer Bosch sollte alle Fäden in der Hand behalten. Eine Aufgabe, die dem rührigen Individualsportler, Snowboardlehrer und Inline-Instruktor wie auf den Leib geschnitten scheint. ¸¸Ich wollte über jeden einzelnen Schritt Bescheid wissen, um als Ansprechpartner alle Fragen von jeder Seite beantworten zu können'', sagt er.
Was ihn bei der Stange gehalten habe? Der Konstrukteur muss nicht lange überlegen: ¸¸Die Idee an sich hat mich inspiriert - etwas zu machen, was bei uns nicht üblich ist.'' Auch sein Umfeld - besonders Silvia Essig, Ralf Buck und die Kolpingsfamilie - habe mitgeholfen, dass er nicht die Begeisterung verlor. Den vielen Helfern, die er vor allem am Veranstaltungstag einsetzte, gab er konkrete, schriftliche Arbeitsanweisungen. ¸¸Auf diese Weise brauchten wir keine endlosen Besprechungen, und ich konnte sicher sein, dass die Informationen bis ins letzte Detail ankommen.'' Letztlich hatte jeder Motorradordner, der den Skater-Pulk begleitete, einen Zettel, auf dem stand, wo er sich aufstellen musste.
Für die Neuauflage des Filstal-Skating hat sich Rainer Bosch etwas Neues einfallen lassen: Die Skater können diesmal von Geislingen aus auf dem Radweg weiterfahren nach Kuchen, wo sie mit Discoklängen und Pasta empfangen werden.
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