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INLINESKATING / Teilnehmer kommen aus weitem Umkreis Mehr als 3000 rollen durchs Filstal
Bei sommerlichen Temperaturen gings am Samstag von Gosbach nach Kuchen
Am Samstagnachmittag eroberten über 3000 Inlineskater die Bundesstraßen zwischen Gosbach und Kuchen. Bei sommerlichen Temperaturen erlebten sie die ergrünte, blühende Natur des Filstals.
STEFANIE GUTWEIN / Fotos Silke Heyde Massenstart in Gosbach: Von hier aus gings über die B 466 filstalabwärts bis nach Kuchen.
GEISLINGEN Am Samstag auf dem großen Gelände vor der Firma M & H in Gosbach: Der ganze Platz ist ein einziges Menschengetümmel. Männer und Frauen jeden Alters unterhalten sich in Grüppchen, sitzen im Schatten oder stehen an den verschiedenen Ständen an. Alle verbindet sie eines: ihr Hobby, das Inlineskaten. Sie alle tragen neben den Skateschuhen die Schutzkleidung an Knien, Ellenbogen und Handgelenken; manche setzen sich auch noch einen Helm auf. Zwei Skater in Vogelstrauß-Kostümen fallen sofort auf, genauso eine Skaterin, die mit im Sonnenlicht glänzenden CDs behängt ist. Viele Hobby-Skater aus dem Raum Stuttgart sind zum Filstal-Skating angereist, das dieses Jahr zum vierten Mal stattfand. Die Sonne strahlt schon den ganzen Tag und erreicht um 16 Uhr die 30-Grad-Marke, so dass mancher Skater bereits in Schweiß gebadet ist, bevor die Fahrt überhaupt losgeht. Wer sich trotzdem noch aufwärmen möchte, macht bei den Gymnastikübungen mit, die Angestellte der WMF-Betriebskrankenkasse zu sommerlichen Rhythmen vorführen. Bereits seit 14.30 Uhr bietet der Filstalskating-Verein Bad Ditzenbach-Gosbach als Veranstalter des überregionalen Events Verlosungen und Geschicklichkeitsspiele an. Der Schirmherr der Aktion, CDU-Bundestagsabgeordneter Klaus Riegert, hält eine Begrüßungsrede. Endlose Schlange  Kurz vor 16.45 Uhr setzt sich der rollende Pulk in Bewegung. Zuerst geht es auf holprigen Pflastersteinen durch Gosbach zur Ortsausfahrt. Hier beginnt nun die Fahrt auf der Bundesstraße, die mit ihrem glatten Belag bestens zum Skaten geeignet ist. Es geht leicht bergab, die etwa 3000 Skater verteilen sich zu einer endlos erscheinenden Schlange. So hat der Einzelne ausreichend Platz. Von Beginn an fällt die Schönheit der umliegenden Tallandschaft ins Auge: Im Sonnenschein liegen intensiv grüne Wiesen und Wälder, die der Veranstaltung den besonderen Reiz verleihen. Bald schon ist der nächste Ort in Sicht. Das Rauschen der Rollen, die schrillen Handklingeln und das Stimmengewirr lassen viele Schaulustige aus den Fenstern schauen. Andere stehen bereits mit Fotoapparaten am Straßenrand, um von skatenden Verwandten und Freunden Fotos zu machen. Applaus und Anfeuerungen sind die Regel. Eine Familie hat gar ihren Kaffeetisch nahe dem Straßenrand aufgestellt, um sich nichts entgehen lassen zu müssen. Die Skater fahren geordnet, nur selten kommt es zu riskanten Überholmanövern. Das Filstalskating soll Spaß machen und ist kein Rennen. Diese Atmosphäre kommt den vielen teilnehmenden Familien mit teilweise noch sehr kleinen Kindern entgegen. Auch an die Regeln, zu denen diverse Handzeichen gehören, halten sich die meisten. Für Ordnung und Sicherheit sorgen Inlineordner. Polizei und Motorradordner halten die rollende Karawane zusammen. Die Schwüle nimmt mit der Zeit immer mehr zu und eine junge Geislingerin erinnert sich sehnsüchtig an das letzte Skating: "Da gab es plötzlich einen Gewitterschauer. Das würde jetzt auch gut tun!" In Reichenbach angekommen, wird eine längere Pause veranschlagt. Es gibt Getränke. Hinter Hausen gehts bergauf. Hier zeigt sich, wer Kondition besitzt und ohne viel Schnaufen den Hang hinaufgleitet. Die Gespräche werden weniger, viele sind jetzt auf sich konzentriert und strengen sich an, um nicht zurückzubleiben. Harmlose Stürze Das Bergab-Fahren ist Erholung, zumindest für diejenigen, die gut mit der Bremse umgehen können. Wie in allen anderen Orten stehen auch in Geislingen viele Schaulustige am Straßenrand und klatschen mit einer Mischung aus Bewunderung und Belustigung. Am Freibad vorbei führt der Weg nun über den Fahrradweg nach Kuchen. Kurz vor dem Ziel stockt der Zug plötzlich. Eine Frau ist gestürzt und hat Schwierigkeiten, wieder auf die Beine zu kommen. Sofort sind Helfer zur Stelle, vorsichtig umfahren die anderen sie. Ihr ist nichts passiert, auch ein anderer Sturz hat keine ernsten Folgen. In Kuchen ist die Ankenhalle das Ziel, wo der Kuchener Hock bereits voll im Gange ist. Hier wird später eine Party für alle Teilnehmer steigen.
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