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3. FILSTAL-SKATING / 2000 Freizeitsportler rollten durchs Täle
Immer mehr machen mit
Viele informierten sich am "Tag des Sports" - Musik, Licht und Sound zum Abschluss


Mehr Teilnehmer, mehr Zuschauer, mehr Rahmenprogramm: Das Filstal-Skating, veranstaltet von einem Gosbacher Verein, wächst und gedeiht. Am Samstag führte es Hunderte in den Raum Geislingen
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GÜNTER HOFER BETTINA SOMMER Geislinger Zeitung

 
RAUM GEISLINGEN In Gosbach, dem Startort und in Kuchen, dem Zielort des 3. Filstal-Skatings war ein vielseitiges Rahmenprogramm für alle Altersstufen geboten. Lange bevor die Skater die 20  Kilometer-Strecke unter ihre Rollen nahmen, ging es am Samstagmorgen ab 9 Uhr in Gosbach abwechslungsreich zur Sache: Viele Besucher waren auf den Parkplatz bei "M&H Sport" gekommen,  um dort das Spiel - und den Sieg - der deutschen Fußballnationalmannschaft auf einigen Fernsehgeräten mitzuverfolgen und anschließend gebührend zu feiern. Mit dem Sieg im Achtelfinale  wurde dem "Tag des Sports" bereits eine kleine Krone aufgesetzt.
 
Sich mit den Profikickern messen konnten sich die Besucher beim Torwandschießen des FTSV Bad Ditzenbach-Gosbach.  Die Kinder tobten sich auf einem aufblasbaren Kletterturm aus. Wer Mut hatte, stieg - gesichert am Seil - bis auf acht Meter in die Höhe. Viele nutzten aber auch bloß die ersten Meter, um sich dann im freien Fall in das weiche Luftkissen zu stürzen.
 
Einen Laufmarathon präsentierte das Sportstudio "Time for": GZ-Abspeckheld Harald Graeber trabte acht Stunden und eine Minute auf dem so genannten Work-Jogger, schwitzte sechs Trikots durch, verbrauchte 6830 Kalorien und kam mit "nur ein paar kleinen Blasen" davon, wie er versicherte. Seine 221 Kilometer, die er auf dem Trimmgerät lief, entsprechen einem Dauerlauf über 73 Kilometer Wegstrecke.
 
Kein anderer auf dem "Tag des Sports" musste sich so verausgaben wie Graeber. Die Veranstaltung von Gosbacher  Vereinen und Gewerbetreibenden war eigentlich dazu gedacht, dass sich die Besucher informieren konnten - wie auf einer  Messe. Eine Firma konnte zum Beispiel Auskunft geben zum Thema "Rafting", eine andere über hochmoderne  Mountainbikes. Die Gosbacher Mühle verkaufte Sportnahrung aus Dinkel und der Kolpingverein war verantwortlich dafür, dass kein Besucher Magenknurren oder eine trockene Kehle bekam. Die Resonanz auf den "Tag des Sports" war gut, an Interessierten mangelte es nicht.
 
Startschuss um 18.03 Uhr
 
Um 18.03 Uhr dann der Startschuss fürs 3. Filstal-Skating. Der angekündigte Inline-Parallelslalom und das Inline-Geschwindigkeitsrennen fielen der launenhaften Witterung zum Opfer. Doch als Bundestagsabgeordneter Klaus Riegert, der Schirmherr der Veranstaltung, die Skater begrüßte, und als Silvia Essig zur Aufwärmgymnastik aufrief, zeigte  sich das Wetter wieder von der guten Seite. 1600 bis 1700 Skater rollten in Gosbach los - so schätzt es die Polizei, die mit  Hilfe der Ordner auf Inlinern die Kolonne sicher bis nach Kuchen brachte. An vielen Stellen entlang der 20 Kilometer langen  Strecke stiegen auch noch Skater ein, sodass gegen 19.30 Uhr in Kuchen an die 2000 angekommen sein dürften. Genau  gezählt hat sie keiner; wichtig ist nur: Alle hatten ihren Spaß und bis auf einen Sturz, der einen Oberschenkelhalsbruch zur Folge hatte, gab es keine größeren Verletzungen.
 
Dass beim geplanten Stopp in Reichenbach, während dem sich die Skater kostenlos mit Wasser versorgen konnten und  während dem die Autofahrer an der Kolonne vorbeigewunken wurden, der Himmel kurz aber heftig seine Schleusen öffnete,  verursachte nur vorübergehende Irritationen unter den Skatern. Die meisten fanden irgendwo einen Unterschlupf und nach  knapp zehn Minuten gings weiter als wäre nichts gewesen. Schön für die Aktiven ist es, dass nicht nur ihre Zahl immer größer  wird, sondern auch die Zahl derer, die sich von Gosbach bis Geislingen am Straßenrand einfinden und den Vorbeifahrenden zuwinken und zurufen.
 
Nicht so toll besucht war dagegen die "SWR 3 Dancenight" am späten Abend im ehemaligen Toom-Baumarkt in Kuchen. Das 3500 Quadratmeter große Areal hätte noch gut 500 Partywütige mehr verkraftet. Ein dichtes Gedränge herrschte zeitweise nur vor der DJ-Bühne. Von dort aus mischte Steffen Tröger alle Soundklänge gut ab, heizte immer wieder zum  Abtanzen ein und sorgte für lautstarke Musik. Olaf Hermann bot perfekte Licht- und Soundtechnik mit über 50 000 Watt: Bunte Lichter und dichte Rauchschwaden aus den Maschinen verwandelten den ehemaligen Baumarkt für eine Nacht in eine Großdisco. Wer nicht tanzen wollte, war in der großen Halle dennoch gut aufgehoben: Abwechslung boten die  "Relaxingzonen" und die Auswahl an Speisen und Getränken.
 
 
  
 

Erscheinungsdatum: Montag 17.06.2002